Wenn der Hals kratzt und die Nase läuft, ist das für Schwangere oft doppelt belastend. Medikamente dürfen nur eingeschränkt zum Einsatz kommen und zu den lästigen Symptomen gesellen sich Sorgen um das Ungeborene. Zum Glück lassen sich Erkältungen in der Regel auch in der Schwangerschaft problemlos auskurieren.
Ist eine Erkältung gefährlich für das Ungeborene?
In der Schwangerschaft fährt das Immunsystem etwas herunter, was vermehrte Erkältungen auf den Plan ruft. Eine banale virale Infektion wird dem Ungeborenen normalerweise nicht gefährlich, denn sie belastet nur die Mutter, nicht das Kind. Stellt sich allerdings Fieber ein, das sich nicht senken lässt, ist eine ärztliche Abklärung unbedingt anzuraten.
Welche Medikamente darf ich als Schwangere einnehmen?
Quälen Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen, müssen werdende Mütter auf Hilfe aus der Apotheke nicht verzichten. So finden sich Medikamente auf dem Markt, deren Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit hinreichend getestet und somit unbedenklich ist. Das reicht von Paracetamol über Nasensprays auf Basis von Kochsalzlösung bis hin zu schleimlösenden Arzneien. Die Einnahme sollte im Vorfeld aber stets mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin abgeklärt werden.
Vier Tipps bei Erkältung in der Schwangerschaft
Bei Erkältungskrankheiten in der Schwangerschaft unterstützen Hausmittel sanft und sind für das Ungeborene unbedenklich. Mit folgenden Tipps lindern Sie Beschwerden im Handumdrehen.
# 1: Füllen Sie die Flüssigkeitsspeicher auf
Viel trinken ist das A und O bei Erkältungskrankheiten aller Art. Das befeuchtet nicht nur die Schleimhäute und löst fest sitzendes Sekret, auch Flüssigkeitsverluste werden ausgeglichen. Setzen Sie hier vor allem auf Wasser sowie Früchte- und Kräutertees. Holunder- oder Lindenblütentee wirken bei Fieber schweißtreibend, während Kamillentee entzündungshemmende Eigenschaften mitbringt und Schluckbeschwerden mindert.
# 2: Inhalationen wirken Wunder
Bei Infektionen der oberen Atemwege bringen regelmäßige Inhalationen mit heißem Wasserdampf rasch Linderung. Sie regen die Durchblutung an, befeuchten die Schleimhäute und wirken schleimlösend. Dabei können gerne auch entzündungshemmende Kräuterzusätze wie Kamille oder Pfefferminze zum Einsatz kommen.
# 3: Lindernde Wickel bei Fieber und Entzündungen
Kartoffelwickel lindern Hustenbeschwerden im Nu. Schlagen Sie gekochte und zerstampfte Kartoffeln in ein Tuch ein und fixieren Sie dieses mit einem Schal oder Handtuch auf der Brust. Für einen Wickel gegen Halsschmerzen tauchen Sie ein dünnes Baumwolltuch in kaltes Salzwasser, legen es um den Hals und befestigen es mit einem Schal. Wadenwickel wirken hingegen fiebersenkend. Wickeln Sie dafür feuchte, lauwarme Tücher um die Waden und fixieren Sie diese anschließend mit einem trockenen Tuch.
# 4: Zwiebelsaft bei Husten und Halsschmerzen
Selbstgemachter Zwiebelsaft wirkt bei Husten und Heiserkeit Wunder. Dazu schneiden Sie eine Zwiebel klein, übergießen sie wahlweise mit Honig oder Zucker sowie etwas Wasser und lassen den Sud einige Stunden lang zugedeckt ziehen. Löffelweise genossen, wirkt der Zwiebelsaft antiviral und entzündungshemmend.
