Ob Halsschmerzen, Fieber oder Prellungen – gegen viele Beschwerden ist ein Kraut gewachsen. Schon die alten Griechen und Römer wussten um die gesundheitliche Wirkung bestimmter Kräuter. Im folgenden Text erfahren Sie, wie Heilpflanzen wirken und wie Sie sie richtig anwenden.
Wie wirken Heilpflanzen?
Als Heilpflanzen bezeichnet man Pflanzen, deren Inhaltsstoffe dazu beitragen, gesundheitliche Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen. Viele kann man problemlos im eigenen Garten oder sogar auf der Fensterbank ziehen. Neben ätherischen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen machen vor allem Gerb- und Bitterstoffe ihre Wirkung aus. Je nach Zusammensetzung der Inhaltsstoffe sagt man Arzneipflanzen nicht nur durchblutungsfördernde, schmerzstillende und schleimlösende Eigenschaften nach, sie wirken zudem entzündungshemmend, nehmen positiven Einfluss auf die Wundheilung, regen den Appetit an oder fördern die Verdauung.
Wie verwendet man Heilpflanzen richtig?
Tees, Tropfen, Kapseln, Salben oder Tinkturen – Heilpflanzen lassen sich vielseitig nutzen. Zur Herstellung werden einzelne Bestandteile wie Blüten, Blätter, Früchte oder Wurzeln verwendet. In der Apotheke kann man aus verschiedenen Präparaten mit breitem Wirkspektrum wählen. Geht man lieber selbst ans Werk, sollte man sich im Vorfeld gut informieren, wie die Pflanze verarbeitet und angewendet wird. Im schlimmsten Fall drohen sonst unerwünschte Wirkungen.
Die drei beliebtesten Heilpflanzen im Überblick
Ob vorbeugend oder begleitend zur schulmedizinischen Therapie – viele Pflanzen machen sich gut in der Hausapotheke. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die beliebtesten Heilpflanzen, ihre Anwendungsmöglichkeiten sowie Wirkungsweisen.
Kamille
Die Echte Kamille ist ein wahres Allroundtalent. So wirkt der Korbblütler nicht nur antibakteriell und entzündungshemmend, er fördert zudem die Wundheilung, ist krampflösend und beruhigt. Als Tee kommt die Kamille daher gerne bei Magen-Darm-Beschwerden zum Einsatz. Aber auch bei Schlafproblemen leistet sie gute Dienste. Nicht zuletzt werden Salben mit Kamille bei Wunden, Hautreizungen oder Ekzemen angewendet.
Salbei
Salbei hilft bei vielerlei Beschwerden. So wendet man die mediterrane Heilpflanze bei Erkältungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie übermäßigem Schwitzen an. Als Tee getrunken, aber auch als Gurgellösung oder Inhalation, wirkt Salbei antibakteriell sowie schleimlösend. Er kommt daher gerne bei Husten, Heiserkeit oder Halsschmerzen zum Einsatz. Darüber hinaus lindern Spülungen oder Tinkturen auf Basis von Salbei Entzündungen im Mundraum. Nicht zuletzt hat die Heilpflanze eine schweißhemmende Wirkung, weshalb sie gerne als Kompresse verwendet beziehungsweise Deos beigemengt wird.
Arnika
Die Blüten der Arnika haben eine entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und schmerzstillende Wirkung. Im Unterschied zu anderen Heilpflanzen darf Arnika nur äußerlich in Form von Salben, Cremes, Gelen oder Tinkturen angewendet werden. Einsatzbereiche sind breit gefächert und reichen von (rheumatischen) Muskel- und Gelenkschmerzen über Verletzungen wie Prellungen und Zerrungen bis hin zu Insektenstichen und Verbrennungen sowie Entzündungen im Mundraum. Auf offene Wunden darf Arnika allerdings nicht aufgetragen werden.
