Ob Smartphone, Tablet oder Laptop – digitale Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, haben sie doch viele Vorteile zu bieten. Zwischendurch einfach einmal abzuschalten, tut uns aber trotzdem gut. Das digitale Fasten sorgt für Entschleunigung, reduziert Stress und wirkt sich zudem positiv auf unseren Körper aus. So kann der zeitweilige Verzicht auf technische Geräte durchaus zu einer besseren Lebensqualität beitragen. Wir verraten Ihnen gerne mehr und geben die besten Tipps für die digitale Fastenkur.
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Was versteht man unter Digital Detox eigentlich genau?
Unter Digital Detox versteht man den Verzicht auf digitale Medien über einen bestimmten Zeitraum. Solch eine Fastenkur soll dabei helfen, zu entschleunigen und Körper, Geist und Seele zu regenerieren.
Damit stellt Digital Detox eine Gegenbewegung zur ständigen Verfügbarkeit der Neuen Medien dar. Endgeräte – allen voran das Smartphone – mögen als treue Alltagsbegleiter zwar jede Menge Vorteile bieten, sie können sich aber auch negativ auswirken. So lassen sich bei regem Gebrauch Stress, Schlafprobleme oder Schwierigkeiten mit der Konzentration beobachten. Auf lange Sicht trägt der zeitweilige Verzicht auf digitale Medien zu einem gesunden Gleichgewicht bei und hilft dabei, sich wieder mehr auf das reale Leben zu fokussieren.
Sechs gute Gründe für mehr Offline-Zeit
Von Zeit zu Zeit bewusst aus der Digitalisierung des Alltags auszusteigen, lässt Körper, Geist und Seele ein wenig zur Ruhe kommen. Für regelmäßige Offline-Zeiten gibt es jede Menge gute Gründe:
- Digital Detox lässt uns innehalten und reduziert Stress. Immerhin ist die ständige Erreichbarkeit ein großer Stressfaktor. Auch das Gefühl, etwas zu verpassen, lässt den Stresspegel steigen. Der bewusste Verzicht auf digitale Medien wirkt dem entgegen.
- Durch digitales Entgiften werden Ablenkungen auf ein Minimum reduziert. Das steigert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern wirkt sich zudem positiv auf die Produktivität aus.
- Die digitale Fastenkur hat positiven Einfluss auf unser Sozialleben. Schließlich tritt man dadurch vermehrt mit anderen in Kontakt.
- Digital Detox kann nicht nur den Schlaf verbessern, der Verzicht auf Smartphone und Co. hat zudem positive Effekte auf den Bewegungsapparat und die Augen.
- Durch regelmäßige Offline-Zeiten besinnt man sich wieder mehr auf sich selbst, was der persönlichen Entwicklung zugutekommt. Darüber hinaus setzt Digital Detox kreative Prozesse in Gang und wirkt sich positiv auf die Motivation aus.
- Die digitale Fastenkur sorgt dafür, dass Zeitressourcen frei werden, die sich mit schönen Inhalten füllen lassen.
Wie funktioniert der analoge Alltag?
Was Zeiten und Intervalle von Digital Detox angeht, ist ein vorgegebener Plan nicht sinnvoll. Besser ist es, die Sache für sich selbst auszuloten. Vor allem Anfängern fällt die digitale Fastenkur zu Beginn meist nicht leicht. Das liegt schlicht daran, dass wir uns an Smartphones, Tablets und andere Geräte mittlerweile zu sehr gewöhnt haben. Besser also, man steckt sich kleine Ziele und erweitert diese schrittweise. So muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Analogie der eigene Alltag verträgt.
Fünf Tipps, damit die digitale Fastenkur gelingt
Abschließend dürfen Tipps, die zum Gelingen von Digital Detox beitragen, nicht fehlen.
# 1: Aus den Augen, aus dem Sinn
Digital Detox funktioniert am besten, wenn man schlicht keinen Zugriff auf Smartphone und Co. hat. Lassen Sie die Geräte also von Zeit zu Zeit einfach zu Hause. Zwar dauert es ein wenig, bis man sich daran gewöhnt hat, nicht ständig erreichbar zu sein. In der Regel macht man aber die Erfahrung, nichts Wichtiges zu verpassen. Nicht zuletzt tragen technikfreie Räume – allen voran das Schlafzimmer – zum digitalen Entgiften bei.
# 2: Weniger ist mehr
Schafft man es (noch) nicht, völlig auf digitale Medien zu verzichten, lässt sich der Konsum trotzdem ein wenig reduzieren. Stellen Sie die Geräte zeitweise auf lautlos, deaktivieren Sie Push-up-Nachrichten und versuchen Sie, bei Wecker, Kalender oder Taschenlampe auf analoge Alternativen umzusteigen.
# 3: Misten Sie gründlich aus
Setzen Sie bei Social Media, Apps und anderen Anwendungen auf das Wesentliche und misten Sie regelmäßig aus. Zeiträuber haben auf diese Weise keine Chance und das Abwerfen von digitalem Ballast fühlt sich zudem gut an.
# 4: Sprechen Sie darüber
Handyfreie Zeiten, der eine oder andere Offline-Tag oder gar ein analoges Wochenende? Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Umfeld darüber. Das sorgt nicht nur für Transparenz und verhindert, dass man sich sorgt, wenn man Sie nicht erreicht. Es steigert zudem die Motivation und das Durchhaltevermögen. Wer weiß, vielleicht begeistern Sie auch andere dafür, sich ein wenig mehr analogen Alltag zu gönnen.
# 5: Entwickeln Sie neue Routinen
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Damit Digital Detox langfristig gelingt, kann es notwendig sein, einige Routinen zu verändern, die sich möglicherweise eingeschlichen haben. Verkürzen Sie sich Wartezeiten etwa gerne mit dem Smartphone, greifen Sie das nächste Mal stattdessen zu einem Buch. Sind Sie es gewohnt, gleich nach dem Aufstehen durch Ihre Social-Media-Kanäle zu scrollen, versuchen Sie es alternativ mit einer kurzen Meditation. Auf diese Weise rücken digitale Ablenkungen automatisch in den Hintergrund.
