Viele schöne alte Frühlingslieder erzählen vom Grünwerden der Natur. Jedes Jahr aufs Neue mutet es uns fast wie ein Wunder an, in welch kurzer Zeit aus graubraunen Bodenflächen und kahlen Bäumen saftig grüne Wiesen und herrlich belaubte Baumkronen werden.
Möglich wird dies durch winzige Pflanzenzellen, die Blattgrünkörperchen (Chlorophyll) enthalten und deshalb aus dem Kohlendioxid der Luft unter Einwirkung des Sonnenlichtes Nährstoffe bilden können. Dieser Vorgang heißt Photosynthese.
Die Menschen wären gut beraten, wenn sie sich bewusst in die Rhythmen der Natur einfügen und die guten Gaben einer jeden Jahreszeit bewusst nutzen würden. Die Frühjahrsmüdigkeit hätte kei-ne Chance, wenn wir die belebenden Kräfte von Sonne, frischer Luft, Wild- und Gartenkräutern und einer leichten gesunden Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig tierischem Eiweiß genießen würden. Ein Waldlauf oder ein flotter Spaziergang wirkt belebender und hellt mehr die Stimmung auf als die besten Arzneimittel. Auch die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist in üppiger Weise möglich, z.B. mit jungen Löwenzahnblättern als Beigabe im Salat oder in Kräu-terquark. Bärlauch hat ja inzwischen den Aufstieg in die Gourmetküche geschafft, aber auch Spitz-wegerichblätter, Gänseblümchen, Giersch, Brennessel- oder Birkenblätter und sämtliche Garten-kräuter sind richtige Energiepakete. Dagegen schauen sämtliche Nahrungsergänzungsmittel, auch die ganz teuren, absolut blass aus. Der Körper kann nämlich aus den Naturprodukten wesentlich mehr wertvolle Substanzen aufnehmen, weil die Pflanzen eine Reihe von Begleitstoffen enthalten, die eine optimale Resorption möglich machen. Zudem ist eine Überdosierung nahezu ausgeschlos-sen.
Die Mechanismen sind nicht vollständig erforscht, aber man hat z.B. beobachtet, dass Vegetarier, die durch den Verzicht auf Fleisch wenig Eisen zu sich nehmen, dennoch sehr selten unter Eisen-mangel leiden, weil sie eben die geringen Eisenmengen aus den pflanzlichen Lebensmitteln optimal verwerten.
Auch die vielen Menschen mit Muskelkrämpfen, die unter Magnesiummangel leiden, sollten wis-sen, dass es zur Behandlung dieser Beschwerden nicht nur Brausetabletten gibt. Der oben erwähn-te grüne Blattfarbstoff Chlorophyll beinhaltet nämlich als Zentralatom Magnesium. Das bedeutet, dass man auch mit frischem Grünzeug in allen Variationen dem Körper ganz viel Magnesium zufüh-ren kann. Der Mangel wird behoben, und Entschlacken und Kalorienreduktion gibt es ganz neben-bei auch noch, gratis sozusagen.
Birke
(Betula pendula)
Ich geh jetzt in den Wald der Birken,
Denn es beginnt mein Tee zu wirken.
Doch ist es nicht des Darmes Wirken,
Das mich so hinzieht zu den Birken.
Es ist der Druck auf meiner Blase.
Den Tee empfahl mir meine Base,
Mich zu entschlacken und entgiften.
Sie las davon in alten Schriften,
Denn zu viel Wasser im Gewebe
Verhind‘re, dass man lange lebe.
Und auch kosmetisch wär‘s ein Segen,
Die Nieren kräftig anzuregen.
Und grad das Blatt der zarten Birken,
Das würde ganz vortrefflich wirken.
D‘rum trink‘ ich, wo ich geh‘ und steh‘,
Stets meinen Birkenblättertee.
Mit Malventee am Kanapee
Autorin: Marianne Porsche-Rohrer
ISBN: 978-3-00-030908-3
Ausgabe: Taschenbuch
Seitenzahl: 124, Sprache: deutsch
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porsche-rohrer.praxis@t-online.de
