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Marianne Porsche-Rohrer Apothekerin, Heilpraktikerin und Autorin

Mit dem Ende des Faschings und dem Beginn der Fastenzeit kommt uns alle Jahre wieder das Thema Fasten in den Sinn. Manche Menschen lehnen jegliche Art von Verzicht strikt ab, um damit ihre weltanschauliche Unabhängigkeit kund zu tun. Andere erwägen eine Änderung der Ernährung und Lebensweise im Hinblick auf eine Verbesserung der Gesundheit und der Figur. Viele Menschen fasten aber auch aus religiösen Erwägungen.
Die Beweggründe zum Fasten sind vom ethischen oder gesundheitlichen Standpunkt her zweitrangig. Unbestritten ist die Tatsache, dass es jedem Menschen in jeder Alterstufe sehr gut bekommt, wenn er seine Gewohnheiten von Zeit zu Zeit kritisch unter die Lupe nimmt.

Die ganz Unerschrockenen fasten mit Wasser, Tee oder Gemüsebrühe. Gerühmt wir dabei die nach einigen Tagen einsetzende euphorische Stimmung und der schnelle Gewichtsverlust. Übersehen wird die Tatsache, dass weniger die Fettreserven, sondern vielmehr das Muskelgewebe, auch das des Herzmuskels, abgebaut werden. Zudem verliert der Körper bei dieser Art des Fastens durch das regelmäßig erforderliche Abführen viele Mineralstoffe, die Darmflora leidet und die Darmmuskulatur wird lahmgelegt. Wenn nach dem Ende des Fastens wieder so wie vorher gegessen wird, ist der Gewichtsverlust nach wenigen Tagen ausgeglichen. Meist sind es sogar 1-2 Kilo mehr.
Für Menschen mit Gicht oder Diabetes ist diese Null-Diät gänzlich ungeeignet, ebenso für Kinder und Jugendliche. Auch für diejenigen, die kontinuierlich hohe Aufmerksamkeit erbringen müssen, z.B. beim Bedienen von Maschinen oder bei langen Autofahrten, kann der vollkommene Nahrungsverzicht zu großen Problemen führen.
Aber auch ohne vollkommenen Nahrungsverzicht kann man fasten, und das ist in der Regel sehr gesund. Wer allgemein etwas weniger isst, speziell Fleisch und Wust, die extrem fetten Produkte weglässt, dafür frische Kräuter, Salat und Gemüse bevorzugt, statt Bier ein Glas Wasser trinkt, statt Kuchen und Schokolade Obst isst und sich ganz allgemein an einfachen Speisen freuen kann, der wird bald feststellen, dass er sich wohl fühlt und dass das Gewicht weniger wird.
Fasten mit dem Ziel, den Charakter zu stärken und sich selbst Kraft und Durchhaltevermögen zu beweisen, kann jeder, ob alt oder jung. Der Verzicht auf Rauchen, Alkohol, Süßigkeiten, Knabberzeug oder eine Reduktion des Fernsehkonsums ist für jeden möglich.
Sind wir Herr oder Knecht unserer Gewohnheiten?

Abnehm-ABC

Agnes achtet akribisch auf Austernpilze.
Berta bevorzugt Buttermilch,
Claudia Chicoree.
Dianas Dauerdiät Dill,
Egon erntet enthusiastisch Erdbeeren.
Friederike findet Forellen fein.
Gabrieles Gier gilt Gurken.
Hannelore hortet Haferflocken.
Ingo isst immer Ingwersuppe,
Johannes jedoch Johannisbeerjoghurt.
Karla kaut Kaugummi.
Lilo liebt Litchis.
Margareta mag Magermilch.
Norbert nagt Nüsse.
Otto ordert oft Ofenkartoffeln
Pia probiert Pfannkuchen,
Quasimodo Quarkspeise,
Robert Rettiche.
Simones Spezialität sind Salzheringe.
Tamara testet Topfenstrudel,
Udo Überraschungseier.
Viktor verlangt Viktoriabarsch.
Wilma will Wassermelone,
Xaver Xylitbonbons,
Yasmina Yamswurzel.
Zita zuzelt Zitronen.

Aus dem Buch:
„Ich denke nur an die Figur –
Ein lyrisches Handbuch für die Traumfigur“ 
Autorin: Marianne Porsche-Rohrer
ISBN: 978-3-9821184-4-4
Ausgabe: Taschenbuch
Seitenzahl: 129, Sprache: deutsch
Zu beziehen über den Buchhandel
oder die Verfasserin:
porsche-rohrer.praxis@t-online.de