Wenn man auch nicht gerne darüber spricht – mit hartnäckiger Verstopfung haben viele Menschen zu kämpfen. Ein träger Darm löst nicht nur Unwohlsein aus. Im schlimmsten Fall kann er gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Wie Sie Ihren Darm ganz natürlich wieder in Schwung bringen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.
Wie zeigt sich ein träger Darm?
Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist individuell verschieden. Als Faustregel gilt: Findet der Stuhlgang weniger als dreimal pro Woche statt, ist der Stuhl zudem hart, die Entleerung deutlich erschwert und unvollständig, spricht man von Verstopfung (Obstipation). Völlegefühl, Bauchschmerzen, Übelkeit und Blähungen können unliebsame Begleiterscheinungen sein. Bestehen die Beschwerden länger als drei Monate, ist die Verstopfung chronisch.
Meist sind ungesunde Lebensgewohnheiten an der Darmträgheit schuld. Doch auch hormonelle Umstellungen, Medikamenteneinnahmen oder Erkrankungen können zu Verstopfungen führen. Halten Beschwerden also an, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
So kommt der Darm wieder in Schwung: fünf Tipps bei Verstopfung
In vielen Fällen ist ein träger Darm auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen. Mit den folgenden Tipps gehören unangenehme Verstopfungen bald schon der Vergangenheit an.
# 1: Greifen Sie zu mehr Ballaststoffen
Ballaststoffe binden Wasser, was das Stuhlvolumen vergrößert und die Darmtätigkeit anregt. Greifen Sie regelmäßig zu Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, entstehen Verstopfungen gar nicht erst. Lassen Sie sich beim Essen außerdem ruhig Zeit. Ganz nach dem Motto „Gut gekaut ist halb verdaut“ hat der Darm dann weniger zu tun.
# 2: Trinken Sie ausreichend
Eine Trinkmenge von eineinhalb bis zwei Litern pro Tag hält den Stuhl weich und regt die Verdauung an. Zudem ist es notwendig, ausreichend zu trinken, damit die Ballaststoffe im Darm quellen. Ein Glas warmes Wasser direkt nach dem Aufstehen ist übrigens ein echter Geheimtipp. Es unterstützt den gastrokolischen Effekt, bei dem der Dickdarm aufgrund einer Reizung des Magens angeregt wird.
# 3: Bleiben Sie in Bewegung
Bewegung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus – und das bringt wiederum den Darm in Schwung. Sportliche Höchstleistungen braucht es dazu nicht. Die eine oder andere Radtour, regelmäßiges Walken oder gemütliche Spaziergänge reichen für eine positive Auswirkung auf den Darm vollkommen aus.
# 4: Unterstützen Sie die natürliche Darmentleerung
Mutter Natur hält so manches bereit, das die Darmentleerung anregt. So sind etwa Leinsamen, Chiasamen oder Weizenkleie besonders reich an Ballaststoffen. Damit sie im Darm gut quellen, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Vor dem Genuss können sie außerdem in Wasser eingelegt werden. Sauerkraut und Trockenobst wie Pflaumen, Feigen oder Datteln haben ebenfalls eine stark abführende Wirkung. Nicht zuletzt kann eine Bauchmassage dabei helfen, den Darm in Schwung zu bringen. Dazu massieren Sie etwa zehn Minuten lang im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel – und das am besten regelmäßig.
# 5: Bewahren Sie Haltung
Ein kleiner Hocker vor der Toilette hilft dabei, die Beine in eine natürliche Hockstellung zu bringen. Das richtet den Dickdarm optimal für die Entleerung aus. Maßgeschneiderte Modelle sind im Handel erhältlich.
